A 73 Verkehrsfreigabe Ebersdorf - Lichtenfels
und Gesamtfertigstellung

Das 345 Millionen euro teure Projekt A 73 Neubau Suhl-Lichtenfels/Bamberg ist abgeschlossen. Seit 5. September 2008 gegen 18:30 rollt der Verkehr auf der neuen Trasse durch den Gottesgarten bei Lichtenfels. Am selben Tage haben Bundesminister Wolfgang Tiefensee, Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus, Staatsminister Joachim Herrmann und Minister Gerold Wucherpfennig das letzte Teilstück der Thüringer-Wald-Autobahn feierlich eröffnet. Hunderte waren zu diesem einmaligen Ereignis an die zukünftige Anschlussstelle bei Kösten gekommen.
Nach dem Segen der neuen Trasse wurden die Bänder durchtrennt und ein neues Kapitel Autobahngeschichte geschrieben. Bei der anschließenden Befahrung  der Strecke konnten sich alle ein Bild der neuen Autobahn machen, die von einigen bereits jetzt als "schönste" Autobahn betitelt wird.
70,5 km Autobahn verbinden nun die Stadt Suhl (A 71) mit dem Autobahndreieck  Bamberg. Die Neubaustrecke wurde mit einem Regelquerschnitt RQ 26 geplant und gebaut.
Der Thüringer Teil umfasst 33,5 km mit einem Autobahndreieck und fünf Anschlussstellen. Für den Bau der Fahrstreifen, der 16 Überführungsbauwerke und der 28 Brücken (davon 17 länger als 100m) sowie der zwei PWC-Anlagen wurden 270 ha Land benötigt für die 60 ha Ausgleichsflächen geschaffen wurden. Der Bau und der Grunderwerb kosteten 450 Mio euro.
Auf bayerischer Seite wurden sieben neue Anschlussstellen, 30 Überführungsbauwerke, 27 Autobahnbrücken (davon sechs länger als 100m) sowie eine PWC-Anlage auf einer länge von 37 km gebaut. 344 Mio. € wurden in Bayern ausgegeben inklusive der B 289 n ein Zubringer von Untersiemau (B 4).
Die längste Brücke der A 73 führt über das Itztal. Sie steht bei Rödental und hat eine Länge von über 850 m. Drei Jahre Bauzeit kosteten rund 23,5 Mio. euro.
Der Abschnitt Lichtenfels-Bamberg bestand aus der Bundesstraße B 173 und musste in sieben Jahren mit einem besseren Oberbau, neuer Deckenschicht sowie Standstreifen ausgestattet werden. Der Abschnitt wurde am 1. Januar 2008 als Autobahn umgewidmet.

Bericht: Constantin Reiter - www.festungsberg.de

http://www.autobahn-online.de/a73.html

Weitere Informationen:

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Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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