




A 6 Lautertalbrücke
Die Saarpfalzstrecke, ehemalige Reichsautobahn Saarbrücken – Mannheim, heute Teil der A 6, zeichnet sich nicht nur durch landschaftliche Schönheiten aus, sondern ist auch durch einige Ingenieurbauwerke beachtenswert.
Nordwestlich von Kaiserslautern wird das Lauterbachtal von einer Autobahnbrücke überquert, die in einer Höhe von 30m über die Talsohle führt. Die Stahlkonstruktion der Lauterbachtalbrücke, durchlaufende 3,2m hohe Balkenträger über 5 Öffnungen von 48 / 56 / 64 / 56 / 48 Metern Stützweite, ruht auf 6 Stampfbetonpfeilern, die mit rotem Buntsandstein, wie er an Ort und Stelle zu Tage tritt, verkleidet sind. Die Gründung zweier Brückenpfeiler mußte wegen des in die Baugrube eindringenden Quellwassers zwischen Spundwänden vorgenommen werden. Die Widerlager sind ebenfalls in Stampfbeton mit Sandsteinverblendung ausgeführt. Von der Höhe der Brücke aus schweift der Blick weit über das Tal und die angrenzende Berglandschaft.
Im März 1945 wurde die Lautertalbrücke von der Wehrmacht gesprengt, um ein weiteres Vorrücken der US-Amerikaner zu verzögern. Der nur bis zum heutigen Autobahnkreuz Landstuhl fertiggestellte Autobahnabschnitt war somit kaum noch nutzbar. Bei Ramstein errichtete die US-Luftwaffe daher auf dem verbliebenen Autobahnabschnitt ihren Militärflughafen, der bis heute, seit 60 Jahren, immer wieder erweitert und ausgebaut wird.
Die Lautertalbrücke wurde in der Nachkriegszeit wieder weitestgehend nach Orginalplänen wieder errichtet und ist bis in die heutige Zeit unverändert.
So sah der Maler Ernst Vollbehr
die Baustelle im Juni 1936

