siehe auch: A 57 Geismühle                                         

A 57 Kleve - Neuss - Köln

Ende der 1950er Jahre wurde südlich der Stadt Neuss eine ringförmige Umgehungsstraße konzipiert. Im Westen (von Aachen kommend) und Osten (Südbrücke über den Rhein) wurde diese an die damalige B 1 angeschlossen, deren Verkehr nun nicht mehr durch die Innenstadt geleitet werden musste. Gleichwohl war aber auch schon eine Verlängerung nach Norden und Süden vorgesehen. Schrittweise erfolgte der Bau der Strecke, in einigen Abschnitten zuerst nur 2-spurig, was bei einem Verkehrsaufkommen von rund 20.000 Fahrzeugen am Tag auch ausreichte. In den frühen 1970er Jahren wurde aus der Bundesstraße eine Autobahn, die 1974 die Bezeichnung A 57 erhielt. Zufällig ersetzt sie streckenweise die Bundesstraße gleicher Nummer. Nach verschiedenen weiteren Ergänzungsplanungen, die sich erst nach und nach entwickelt haben, reicht die A 57 heute von der niederländischen A 77 im Norden (Grenzbereich Goch/Kleve) bis zur Inneren Kanalstraße nach Köln.

Verkehrsbeeinflussung

Im Frühjahr 1996 wurde mit dem Bau einer rund 4,5 Millionen Euro kostenden Verkehrsbeeinflussungsanlage begonnen. Diese wurde Anfang 1997 in Betrieb genommen. Über in den Asphalt eingelassene Schleifen werden Verkehrsdaten gewonnen, die von Rechnern in der Autobahnmeisterei Kaarst ausgewertet werden. Neben der Gesamtzahl der Fahrzeuge bzw. der Geschwindigkeiten werden auch Wetterdaten mit verarbeitet und in Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Warnhinweise auf 40 Schilderbrücken zwischen Krefeld und Dormagen umgesetzt.
Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat darüber hinaus am Dienstag, den
18.10. 2005 an den Anschlussstellen Krefeld-Oppum, Krefeld-Zentrum, Krefeld-
Gartenstadt und Moers-Kapellen der A 57 zehn neu errichtete Zuflussregelungs-
anlagen in Betrieb genommen.

Mit diesen werden - bei hohem Verkehrsaufkommen auf der Autobahn - die
Fahrzeuge nur noch einzeln - maximal im 5-Sekunden-Takt - auf
die Autobahn gelassen. Sobald sich die Situation entspannt hat, schaltet sich die Zuflussregelungsanlage wieder ab.
Das Prinzip der Zuflussregelung besteht darin, Autopulks beim Auffahren in Einzelfahrzeuge aufzulösen. Gleichzeitig vom Beschleunigungsstreifen auf
die Autobahn drängende Fahrzeugpulks verursachen mehrere Bremsverzögerungen auf der Hauptfahrbahn, die sich wellenartig fortsetzen und bei hohem Verkehrsaufkommen zu Stau führen.
Die gesamten Investitionskosten betrugen rund 770.000 Euro.

A 57 Stadtgebiet Krefeld

Auch hier soll ein 6-streifiger Ausbau stattfinden. Wie und wann ist ungewiss, da die A 57 hier durch dicht bebautes Gebiet führt. Ein Ideenwettbewerb unter Aachener Studenten ergab Tunnel und Tröge in Tieflage für die verbreiterte Trasse.

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