Dieses Bauwerk war in zweifacher Hinsicht zu schmal:
a) für den Ausbau der A 57 und
b) für den darüber fahrenden Verkehr, der wechselweise durch eine Ampel
gesteuert werden musste.
Beim Abriss der alten Brücke am 2. und 3. März 2002 wurde planmäßig vorgegangen: Eine bis zu 1 m dicke Sand- und Kiesschicht sollte die darunterliegende Fahrbahndecke schützen. Immer wieder fielen kleinere und größere Betonbrocken auf die Kiesschicht. Die Überraschung kam jedoch, als nach vollendetem Abriss diese Kiesschicht nun wieder entfernt werden sollte. Unter der Betonplatte der Brücke hatte sich während der Abbrucharbeiten ein Hohlraum gebildet. Unter den Aufprallbelastungen zerbrach die Betonplatte weiter und sackte plötzlich in einem 5 m breiten und 10 m langem Loch völlig weg.
Mit größter Flexibilität und Schnelligkeit reagierten Straßenbauverwaltung und die eingesetzten Baufirmen. Daher konnte sofort mit der Reparatur der Fahrbahndecke begonnen werden und schon am nächsten Werktag stand die Autobahn in den Mittagsstunden wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
Die neue Brücke wurde Ende Dezember 2002 dem Verkehr übergeben.
Überführung zwischen Uedesheim und Allerheiligen
Um die parallel verlaufende B 9 und die L 280 vor allem vom Durchgangsverkehr in die dort anliegenden Gewerbegebiete zu entlasten, soll ab Ende 2009 in einer Bauzeit von zwei Jahren die Anschlussstelle Delrath gebaut werden. Die 4,1 km lange Verbindung zwischen der B 9 und der neuen Anschlussstelle liegt auf dem Gebiet der Stadt Dormagen zwischen dem Kreuz Neuss-Süd und der Raststätte Nievenheim. Der Kostenvoranschlag liegt bei 9 Mio. Euro. 2,3 Mio. Euro wird der Rhein-Kreis Neuss übernehmen. Bis Mitte 2007 fehlte jedoch noch eine Finanzierungszusage des Bundes.
Neue Anschlussstelle Delrath
Blick Richtung Norden
zum AK Neuß-Süd
Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens (15.000 Fahrzeuge pro Tag) und des sehr starken Schwerverkehrsanteils (bis zu 1.400 Lkw an Werktagen) kommt es an den Ampelanlagen an der Anschlussstelle Dormagen immer wieder zu Unfällen und langen Stauungen, die sowohl ins Stadtgebiet (L 280) und sogar zurück auf die Autobahn A 57 reichen. Daher soll dieser Verkehr durch eine neue Anschlussstelle an der Richtungsfahrbahn Köln etwa 1,1 km weiter südlich entzerrt werden. Seit 1999 laufen die Planungen. Die Kosten werden auf knapp 6 Mio. Euro geschätzt, die sich der Rhein-Kreis Neuss (3,95 Mio. Euro) und die Stadt Dormagen (1,475 Mio. Euro) teilen. Das Land NRW will im Jahr 2010 rund 2,9 Mio. Euro dazuzahlen. Lokalpolitiker versuchen, bei der Finanzierung die Hauptnutzer, die Bayer AG bzw. deren Tochtergesellschaften, mit zu beteiligen.
Umgestaltung der Anschlussstelle Dormagen
südlich von Dormagen
2 Wege und ein Wasserlauf
In den letzten Jahren wurde auf verschiedenen Abschnitten zwischen den Autobahnkreuzen Neuss-Süd und Köln-Nord die Fahrbahndecke saniert. Gleichzeitig wurde, insbesondere an den Seitenstreifen, der Untergrund verstärkt. Die Gesamtstärke der Fahrbahndecke beträgt dann 60 -70 cm.
Diese Maßnahmen geschehen schon im Hinblick auf den 6-streifigen Ausbau, der 2009 beginnen soll. Der bisherige Zustand der Fahrbahndecke stellt durch Hebungen und Schlaglöcher, insbesondere für Motorradfahrer, eine Gefährdung dar. Neu errichtet wird ein Betonschutz im Mittelstreifen. Dadurch sind zusätzliche Änderungen an den Entwässerungen notwendig.
Die Kosten für den derzeit im Bau befindlichen Abschnitt zwischen Neuss-Süd und der Raststätte Nievenheim betragen rund 40 Millionen Euro.
Ebenso wurde die Fahrbahndecke seit September 2005 zwischen der AS Köln-
Worringen und dem AK Köln-Nord saniert. Zuständig war hier die Niederlassung Köln von Straßen.NRW. Die Parkplätze blieben während der Bauarbeiten gesperrt.
Der letzte Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Dormagen und Köln-
Worringen folgte dann Anfang 2006. Erst Richtung Dormagen, dann Richtung Köln dauerten die Bauarbeiten bis Herbst 2006.
A 57 Sanierung der Fahrbahndecke
AS Worringen
In Zusammenarbeit mit der Häfen- und Güterbahn der Stadt Köln (HGK) wurde ab Herbst 2005 die Eisenbahnüberführung zwischen dem AK Köln-Nord und der AS Köln-Bickendorf saniert.
Eisenbahnbrücke in Köln
http://www.strassen.nrw.de/projekte/a57/index.html
http://www.strassen.nrw.de/projekte/a57-fahrbahnsanierung/index.html
http://www.autobahn-online.de/a57.html
http://www.autobahn-online.de/a57geschichte.html
http://www.autobahn-online.de/a61geschichte.html
Weitere Informationen:
Raststätte Nievenheim-West
Raststätte Nievenheim-West
Parkplatz Pesch
Am Parkplatz Pesch
Ende 2006 erfolgten Rodungsarbeiten entlang der A 57, und es wurden Versorgungsleitungen verlegt. Im Frühjahr 2007 wurde mit weiteren vorbereitenden Arbeiten begonnen. Neben Strom-, Fernsprech- und Wasserleitungen wurden auch eine Gas- und eine Ölleitung verlegt.
Die Ölleitung wurde am 22./23. Mai 2007 anlässlich ihrer jährlichen Wartung unterbrochen und in eine Tiefe von 4 Metern unter dem Gelände verlegt. Durch die Leitung werden von Rotterdam aus Chemiewerke entlang des Rheins bis Ludwigshafen sowie der Flughafen Frankfurt am Main versorgt. Die Kosten für die Leitungsverlegung betrugen rund 500.000 Euro.
Die L 380 soll später in Richtung der neuen Anschlussstelle verlängert werden, die kreuzende Kreisstraße K 18 wird 4-streifig ausgebaut. Mit der Fertigstellung der neuen westlichen Rampe wird bis November 2008 gerechnet. Die alte Rampe wird dann geschlossen. Die östliche Rampe wird vorerst unverändert bleiben.
Im Mai 2007 ergaben sich jedoch Schwierigkeiten. Der Autobahnanschluss liegt zu nah an einer Gefahrgutfläche. Eine notwendige Verschiebung um rund 70 m nach Norden erfordert rund ein halbes Jahr neue Planungsarbeit. Doch auch die Delrather Bürger haben massive Bedenken gegen die erwarteten 1.600 Lkw am Tag und gegen den Trassenverlauf des westlichen Anschlussarms. Hier wird
u. a. vermutet, dass gegen den Willen der Bürger initiiert durch die Kommune zusätzlich ein Autohof und Windkraftanlagen errichtet werden sollen.
A 57 zwischen Neuss und Köln



