26. bis 27.05.2000
1939 wurden die Bauarbeiten an der "Strecke 77", im Abschnitt Rhynern über Berwicke und Schmerlecke begonnen. Ziel war die Schaffung einer Verbindung der Industriezentren Ruhrgebiet und Oberschlesien. 1942 wurden die Arbeiten, kriegsbedingt, eingestellt. Bis dahin wurden mehrere Bauwerke und Streckenteile teilfertig bzw. fertiggestellt. Nach 1945 wurde die Trassenführung zugunsten der Trasse der heutigen A 44 verworfen. Die allermeisten Autobahnbauwerke sind noch heute unverändert vorhanden und stehen somit auch Forschungen zur Verfügung.
Die Reste der Reichsautobahn Hamm-Soest, "Strecke 77"
Die Auffahrt zur A 2 war noch vorhanden.
Die "Trompete" war im Erdbau bereits fertiggestellt, heute verläuft hier ein Betriebsweg.
Erhalten werden konnte dieses
RAB-Bauwerk über die A 2, eine Eisenbahnüberführung.
In unmittelbarer Nähe steht diese sanierte (neuer Stahlüberbau mit Betondecke) ehem. RAB-
Überführung über die A 2
An dieser Unterführung fehlt noch der Überbau. Bewuchs drückt die Sandsteinquader der Auflager ab.
Zur Verkleidung wurden durchweg bossierte Werk-
steine aus weissem Sand-
stein verwendet. Die Steine sind alle handbearbeitet. Lediglich die Auflager für die Überbauten bestehen aus gesägten Sandsteinquadern.
Anschlussbewehrung der Auflagerplatte.
Nur noch Teile dieser teilfertigen Überführung
lugen aus dem Bewuchs hervor.
Einer der vielen Höhepunkte war der Besuch eines fertiggestellten Überführungsbauwerkes.
Hier konnten Konstruktion und Auflager des Plattenbalken-
Überbaues genau studiert werden.
Die gewaltigen Widerlager zeigen deutliche Schäden. Vor allem die "kalten Fugen" der Betonierabschnitte zeigen sich immer wieder als Schwachstelle.
Mitten auf einem Acker stehen die Widerlager dieser Überführung.
Kein RAB-Bauwerk sondern Kanalfragment aus der Kaiserzeit.































Vergleiche auch: Strecke 77 bei Hamm

